Aktuelle Corona-Regelungen

Seit Mitte August 2021 bestimmt in Baden-Württemberg nicht mehr die Inzidenz den Alltag, sondern die 3G-Regel. Da die Anzahl der Covid-Patienten in den Krankenhäuser wieder ansteigt, ist seit 16. September 2021 eine neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg in Kraft. Diese sieht ein mehrstufiges Warnsystem vor, mit dem eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert werden soll. An die Belegung der Intensivbetten geknüpfte Warn- und Alarmwerte bestimmen im Einzelnen, wann strengere Testbedingungen und Einschränkungen für nicht geimpfte Personen (2G-Regel anstelle 3G-Regel) eintreten.

Zur aktuellen allgemeinen Corona-Verordnung, seit 16.9.2021 gültig...

Zu der ab 20. September 2021 gültigen aktuellen Corona-VO für Krankenhäuser, Pflegeheime...

Zusammen gefasst, gilt Folgendes:

Die Besucherzahl ist seit der vergangenen Corona-Verordnung prinzipiell nicht beschränkt. Individuelle Beschränkungen bei Besuchen können sich aber aus der allg. CoronaVO ergeben, die drei Stufen unterscheidet:

  1. Basistufe: wenn 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz < 8, bei einer Auslastung Intensivbetten < 250
  2. Warnstufe: wenn 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz >= 8 bei einer Auslastung Intensivbetten ab 250
  3. Alarmstufe: wenn 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz >=12 bei einer Auslastung Intensivbetten ab 390

Besuche sind abgestuft nach den Stufen zulässig:

  1. in der Basisstufe ohne Beschränkung
  2. in der Warnstufe nur mit Angehörigen eines Haushalts und fünf weiteren Personen
  3. in der Alarmstufe nur mit Angehörigen eines Haushalts und einer weiteren Person

Besuche in Pflegeheimen durch geimpfte oder genesene Besucher*innen unterliegen in keiner der drei Stufen Besuchsbeschränkungen.

Nichtgeimpfte Personen müssen einen Antigen-Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorweisen. (Die Testpflicht bei Besuch entfällt bei Schüler*innen zwischen dem 7. und 12. Lebensjahr während des Schulbetriebs, bei asymptomatischen immunisierten Personen sowie bei Kindern, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben).

Anstelle einer aktiven Kontrolle aller Besucher*innen werden nicht geimpfte/nicht genesene Besucher*innen durch gut sichtbaren Aushang darauf hingewiesen, dass sie sich zur Kontrolle eines externen Tests oder zur Durchführung eines Tests in der Einrichtung zu melden haben. Wir fordern nicht geimpfte/nicht genesene Besucher*innen auf, sich an diese Vorgabe zu halten. Geimpfte/genesene Besucher*innen können die Einrichtungen ohne vorherige Anmeldung und Kontrolle besuchen.

Die Testpflicht für nicht-immunisiertes Personal im stationären Bereich ist ab 20.9.2021 arbeitstäglich, die Testpflicht für immunisiertes Personal im stationären Bereich ist einmal wöchentlich.

Unser Besucherplakat fasst Wesentliches für Pflegeheimbesucher*innen zusammen...

Das soziale Leben in der Einrichtung

Für soziale Kontakte innerhalb der Einrichtungen bleiben die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts maßgeblich:

  • Bei Kontakten vollständig geimpfter oder genesener Bewohner*innen untereinander (ohne Anwesenheit ungeimpfter Personen) kann auf das Einhalten des Mindestabstandes und das Tragen eines Mundschutzes verzichtet werden.
  • Bei einer hohen Impfquote unter den Bewohner*innen können wohnbereichsübergreifende Gemeinschaftsaktivitäten auch ohne Einhaltung des Abstandsgebots ermöglicht werden. Idealerweise sollte jedoch ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) getragen werden. Nichtgeimpfte werden aufgeklärt, dass bei Teilnahme ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Teilnahme von Bewohner*innen des Betreuten Wohnens an Pflegeheimaktivitäten ist möglich unter folgenden Bedingungen:

  • Für immunisierte Bewohner*innen des Betreuten Wohnens gelten keine Beschränkungen
  • Für nicht immunisierte Bewohner*innen gilt:
    o Basisstufe: Teilnahme nur mit Antigen-Testnachweis
    o Warnstufe: Teilnahme nur mit PCR-Testnachweis
    o Alarmstufe: keine Teilnahme

Für Veranstaltungen unter Beteiligung externer Gäste (z.B. Konzerte, Theateraufführungen) gelten die Vorgaben aus § 3 und 10 CoronaVO:

 

  • Grundsätzlich gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Ausnahmen sind möglich im Freien oder wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zuverlässig eingehalten werden kann.
  • In der Basisstufe ist nicht geimpften/nicht genesenen Teilnehmer*innen die Teilnahme an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur nach Vorlage eines negativen Antigen- oder PCR-Tests gestattet. Bei Veranstaltungen im Freien, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, gilt keine vorherige Testpflicht. Eine Testung nicht-immunisierter Teilnehmer*innen wird jedoch im Rahmen des Hygienekonzepts empfohlen.
  • In der Warnstufe ist nicht geimpften oder nicht genesenen Teilnehmer*innen die Teilnahme an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur nach Vorlage eines PCR-Testnachweises gestattet, bei Veranstaltungen im Freien genügt ein Antigen-Testnachweis.
  • In der Alarmstufe ist nicht geimpften oder nicht genesenen Personen die Teilnahme an Veranstaltungen nicht gestattet.

3. Impfung zur Auffrischung des Infektionsschutzes

Bewohner*innen vollstationärer Pflegeeinrichtungen wird im Herbst eine dritte Impfung gegen COVID-19 angeboten. Diese Auffrischungsimpfung wird von der STIKO (ständige Impfkommission) für vulnerable Personengruppen empfohlen. Die Auffrischungsimpfung erfolgt mit einer einmaligen Impfstoffdosis eines mRNA-Impfstoffs frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie. Bewohner*innen von Pflegeheimen, die sich für eine dritte Impfung entscheiden, werden in Baden-Württemberg durch die Mobilen Impfteams oder die Hausärzte geimpft.

Für die Impfung sind folgende Unterlagen zu unterzeichnen und abzugeben (Sie können Sie hier herunterladen):

•    Aufklärungsmerkblatt...

•    Anamnesebogen und Einwilligungserklärung...

•    Einwilligungserklärung in die Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß DSGVO...

Bewohner*innen und Angehörige/Betreuer*innen sollten gemeinsam eine Entscheidung fällen, ob die Auffrischungsimpfung infrage kommt. Wenn ja, sollten die hier im PDF verlinkten Papiere unterzeichnet werden und zeitnah an die zuständige Heimleitung geschickt werden, damit sie rechtzeitig zum Impftermin vorliegen.

Unsere Häuser informieren alle ihre Bewohner*innen und deren bevollmächtigen Personen auch per Brief mit Unterlagen. Das sechsseitige Aufklärungsblatt, das im Postversand nicht mitgeschickt wird, kann hier hochgeladen und ausgedruckt werden. Es ist zudem als Ausdruck im Haus erhältlich.

Nachimpftermine können auch zur Erstimpfung genutzt werden

Angesichts steigender Infektionszahlen und der Ungewissheit, wie sich die Pandemie im Herbst und Winter entwickeln wird, rät die Evangelische Altenheimat nicht geimpften Mitarbeitenden zur Impfung. Die für die Bewohner aktuellen Termine in den Häusern zur dritten Impfung können selbstverständlich von bisher nicht geimpften Mitarbeitenden zur Erstimpfung genutzt werden.

Es gibt nach wie vor Unklarheiten und offene Fragen zur Covid-Impfung, zu den Impfstoffen und deren Wirkungsweise. Auf solche Fragen geht ein Schreiben des Gesundheitsamtes Stuttgart vom 9. September 2021 an die Mitarbeitenden in den Pflegeeinrichtungen ein. Vorbehalte und Ängste, mit einer Impfung möglicherweise unfruchtbar zu werden oder dass der Impfstoff ins Erbgut eingreifen könnte, werden darin thematisiert und verneint.

"Der Impfstoff ist hochwirksam... und in Studien mit mehreren zehntausenden Menschen in zahlreichen Ländern bereits millionenfach verwendet". Auch eine Impfung nach Genesung mache nach einem halben Jahr Sinn, da sie zu einem höheren Schutz der geimpften Person sowie der in den Pflegeeinrichtungen betreuten Menschen führt.

Ergreifen Sie als Mitarbeiter*innen die Möglichkeit der aktuellen Impfungen in den Einrichtungen. Lassen Sie sich impfen! Helfen Sie mit, unsere Häuser sicherer zu machen und den Schutz für die Bewohner*innen und für Sie selbst zu erhöhen! Denn die Impfung ist nach wie vor der einzige Weg aus der Pandemie heraus.

Testpflicht bei Neuaufnahmen und Rückkehr aus dem Krankenhaus

Bei Aufnahme (jegliche Neuaufnahme) und Rückverlegung aus dem Krankenhaus ist ein negatives PCR-Testergebnis oder ein Impf- bzw. Genesenennachweis erforderlich.

Covid-19-Infektionen in unseren Pflegeheimen

Ein Infektionsgeschehen in unseren Pflegeheimen gab es vorrangig in der zweiten Infektionswelle. Die zuletzt betroffenen Häuser konnten Ende Februar 2021 zum Alltag zurückkehren. Die an/mit Covid 19 verstorbenen Bewohner*innen sind im Rahmen von Trauergottesdiensten und Andachten verabschiedet worden.

In allen unseren Häusern sind inzwischen Impfungen der Bewohner*innen und Mitarbeitenden durch die mobilen Impfteams vorgenommen worden. Es sind ausreichend Schutzmaterialien vorhanden, und es werden regelmäßige Antigen-Schnelltests für Bewohner*innen, Mitarbeitende und Besucher*innen durchgeführt. Kommt es dennoch zu Infektionsgeschehen in unseren Häusern, informieren wir durch persönliche Schreiben und Aushänge im Haus sowie auf der Homepage.