Ergänzung Infektionsschutzgesetz

Mit dem Beschluss des Bundes am 13. April zur Anpassung des Infektionsschutzgesetzes - kurz die "Bundesnotbremse" genannt - will die Bundesregierung durchgreifen, wenn regional die Inzidenzwerte hochschnellen. Insofern können in Abhängigkeit von Inzidenzen  von über 100 pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen nächtliche Ausgangsbeschränkungen ab 21 Uhr greifen und Kontaktbeschränkungen und einhergehend auch Besuchsregelungen im Pflegeheim nachgeschärft werden.

Impfungen

Seit dem 27. Dezember 2020 finden Impfungen von Bewohnern und Mitarbeitenden in Pflegeheimen gegen COVID-19 statt. Bewohner*innen der stationären Pflege, die sich für eine Impfung entscheiden, werden in Baden-Württemberg durch mobile Impfteams der vor Ort zuständigen Impfzentren geimpft. Pro Einrichtung vergeben die Impfteams zwei Impftermine: für den Erst- und für den Wiederholungsimpftermin. Über die Impfmöglichkeit und das Procedere mit entsprechenden Formularen, die ausgefüllt werden müssen, informiert die Evangelische Altenheimat alle Bewohner*innen, Angehörige/Bevollmächtigte sowie Mitarbeitende vorab per Post. Die Formulare samt Aufklärungsblatt sind hier als PDF abrufbar.

Aufklärungsmerkblatt...

Einwilligungsbogen...

Anamneseformular...

Die Evangelische Altenheimat empfiehlt die Impfung als zurzeit einzige Möglichkeit aus den wiederkehrenden Lockdowns und der Krise herauszukommen. Die bisherigen Impfungen in unseren Häusern sind ohne Komplikationen verlaufen. Der Impfstoff wird i.d.R. gut vertragen. In Einzelfällen ist es ein bis drei Tage nach der Impfung zu leichten Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder dem Beginn eines grippalen Infekts vergleichbaren körperlichen Effekten gekommen. Die Impfbereitschaft in der Bewohnerschaft ist sehr groß, die der Mitarbeitenden variiert und liegt zwischen 40 und 90 %. Die Mitarbeitenden, die beim 1. Impftermin nicht zum Zuge kommen und daher auch nicht am Folgeimpftermin berücksichtigt werden, können eine Bescheinigung des Arbeitgebers erhalten für eine vorgezogene Impfung durch das zuständige Impfzentrum.

In Kürze Fakten zur Impfung...

Zum Impfleitfaden...

Wer noch mehr wissen möchte... kommt hier auf die Seite des Paul-Ehrlich-Instituts...

Neu seit 15. Januar 2021 für Bewohner*innen des Betreuten Wohnens: Diese können sich altersunabhängig von den mobilen Impfteams im Pflegeheim mitimpfen lassen. Voraussetzung ist, dass der erste Impftermin noch in Planung ist, dass das Betreute Wohnen dem Pflegeheim angegliedert ist, sich im gleichen Gebäude oder in direkter Nachbarschaft befindet. Die Anmeldung zur Impfung erfolgt über das Pflegeheim. Auch die nötigen Informationen und Formulare erhalten die Bewohner*innen des Betreuten Wohnens vom jeweiligen Pflegeheim.

Ab März 2021 sollen in den offenen solitären Tagespflegen Impfungen angeboten werden. Bitte wenden Sie sich zu Fragen an die jeweilige Einrichtung. Solitäre Tagespflegen betreiben wir an folgenden Standorten:

Seniorenzentrum Schmiden
Wohnanlage am Lindenbachsee
Emma-Reichle-Heim

Besuchsregelungen und Testungen

Um unseren Bewohnern Kontakte und Besuche zu ermöglichen und gleichzeitig einen größtmöglichen Schutz vor dem Virus zu bieten, haben unsere Häuser i.d.R. Besuchszeiten eingerichtet. Diese erfahren Sie auf der Homepage des Hauses oder direkt im jeweiligen Haus.

Wir setzen in unseren Häusern und in den Tagespflegen ein Corona-Antigen-Testkonzept um, das vom Sozialministerium genehmigt ist. Die regelmäßige Testung von Bewohner*innen, Mitarbeitenden und Besuchern wird durchgeführt. Die Evangelische Altenheimat hat für die Testungen medizinisches Fachpersonal eingestellt bzw. wird von Bundeswehrkräften unterstützt. Auch für das Besuchermanagement ist personelle Verstärkung in den Häusern im Einsatz.

Für Besucher*innen gelten die allgemeinen Hygieneregeln:

  • Händedesinfektion
  • Eintragen der Besucher-Kontaktdaten im Eingangsbereich
  • Beachtung der Abstandsregeln von mind. 1,5 m
  • pro Tag und Besuch max. zwei Personen aus einem Haushalt pro Bewohner
  • kein Zutritt für Besucher*innen, wenn Kontakt in letzten 14 Tagen zu positiv getesteter Person oder wenn Krankheitssymptome bestehen

Seit dem 18.01.2021 gibt es in Baden-Württemberg einige Neuerungen im Rahmen der Corona-Verordnung, die sich auf die Besuche in unseren Einrichtungen auswirken:

  • Besuche sind nur nach vorherigem negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test und mit einer FFP2-Maske möglich. Das Testergebnis darf zum Zeitpunkt des Besuchs nicht älter als 48 Stunden (bei einem PCR-Test nicht älter als 72 Stunden) sein. Das Testergebnis ist im Haus nachzuweisen.

Besucher*innen können zu den im Haus festgelegten Testzeiten (Besuchs- und Testzeiten auf der Seite "Überblick" des jeweiligen Hauses) einen Antigentest durchführen lassen. Besucher*innen unserer Stuttgarter Einrichtungen erhalten zusätzlich Gutscheine, mit denen Sie sich im Testzentrum am Cannstatter Wasen testen lassen können. Weitere Teststationen sind in Planung. Über die Gegebenheiten vor Ort informieren unsere Einrichtungen.

Laut der seit 18. Januar gültigen Corona-Verordnung Baden-Württemberg sind vom Nachweis eines durchgeführten Tests folgende Personen ausgenommen: externe Personen, "deren Zutritt zur Einrichtung zur Aufrechterhaltung des Betriebs der Einrichtung oder für die psycho-soziale oder körperliche Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner zwingend erforderlich ist, sofern ein vorheriger Antigentest aus unaufschiebbaren Gründen nicht vorgenommen werden kann" sowie externe Personen wie Feuerwehr oder Handwerker u.a., die zu einem Notfall ins Haus kommen, sowie generell Ärzte und Personen im Zusammenhang mit Krankentransporten.

Covid-19-Infektionen in unseren Pflegeheimen

Das Infektionsgeschehen der zweiten Infektionswelle in unseren Pflegeheimen hat sich inzwischen beruhigt. Die zuletzt betroffenen Häuser können Ende Februar 2021 zum Alltag zurückkehren. Die an/mit Covid 19 verstorbenen Bewohner*innen sind im Rahmen von Trauergottesdiensten und Andachten verabschiedet worden.

Die zeitweise eingeschränkten Besuchszeiten sind wieder geöffnet worden. Über Besuchszeiträume und Testzeiten können Sie sich i.d.R. auf der jeweiligen Homepageseite des Hauses (Überblick) oder im Haus direkt informieren.

In allen unseren Häusern sind inzwischen Impfungen durch die mobilen Impfteams vorgenommen worden, z.T. auch bereits Nachholtermine für Impfungen gelaufen. Es sind ausreichend Schutzmaterialien vorhanden, und es werden regelmäßige Antigen-Schnelltests für Bewohner, Mitarbeitende und Besucher durchgeführt, um Infektionen schnell zu erkennen und eine Ausbreitung zu verhindern. Kommt es dennoch zu Infektionsgeschehen in unseren Häusern, informieren wir durch persönliche Schreiben und Aushänge im Haus. Auch auf der Homepage kommunizieren wir den aktuellen Stand.