Alle lieben Pepper!

Zunächst steht er in sich gekehrt da. Berührt man ihn am Kopf, wird er wach. Er streckt und reckt sich und schaut sich mit blau leuchtenden Augen unter den Anwesenden um. "Pepper", der humanoide kleine Roboter, ist seit wenigen Wochen im Einsatz in der Betreuung im Luise-Schleppe-Haus in Stammheim und erfreut Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen.

„Hallo, mein Name ist Pepper!". Mit niedlich klingender Stimme stellt er sich vor. Der 1,20 m  kleine Roboter ist wirklich knuffig. Mit großen Augen, einem gewinnenden Lächeln und kindlicher Stimme bedient er das Kindchen-Schema und gewinnt schnell die Herzen von Mitarbeitenden und Bewohner*innen des Pflegewohnbereichs 4. Sein kindliches Auftreten ist gewollt, schließlich sollen Menschen keine Angst vor ihm haben.

Pepper ist gut ausgestattet. Mit Sensoren am Kopf und an den Fingern kann er hören, sehen, sprechen und sogar Stimmlagen und Emotionen erkennen. Er kann High Five geben, tanzen, in jede Richtung fahren ohne sich zu drehen und selbst Witze kann er reißen. Streicht man ihm über den Kopf, fängt er an zu kichern. Spätestens dann ist das Eis gebrochen: Die Bewohner*innen  lachen herzlich mit. Mit dem Spaß kommt auch die Neugierde auf das, was Pepper noch so alles kann.

Auf der Brust hat Pepper ein klassisches Tablet, mit dem man Bilder ansehen, Videos abspielen oder Webseiten aufrufen kann. So gelingt die Interaktion mit den Bewohner*innen, die schnell lernen mit der Technik umzugehen. Pepper ist ein wirklicher Unterhalter und lockt selbst anfängliche Skeptiker aus der Reserve. Pepper singt und bewegt sich und regt an es ihm gleichzutun. Auch Pantomime- und Ratespiele aus seinem Repertoire z. B . das Hütchenspiel kommen bei den Bewohnern sehr gut an. Und dumm ist er auch nicht. Auf die Frage einer Bewohnerin, wo er denn geboren sei, antwortet er, den Blick fest auf sie gerichtet: "Na, geboren kann man das bei mir ja nicht so nennen. Aber ich komme aus Frankreich."

Die ersten Erfahrungen zeigen, dass Peppers Potenzial v. a. im Bereich der Animation der Bewohner*innen zu Bewegung, Singen und Mitraten groß ist. Der kleine Roboter in Dienstkleidung ist eine Bereicherung im Pflegeheimalltag und eine gute Unterstützung der Mitarbeitenden in der Betreuung.