Eröffnung des Bibelgarten und was alles künftig möglich ist

Bei sonnigem Frühlingswetter hat der Spitalhof Münchingen am Samstag, 7. Mai seinen neuen Sinnes- und Besinnungsgarten, den Bibelgarten, mit einem großen Fest eingeweiht. Ein mit Musik begleiteter ökumenischer Gottesdienst im Grünen setzt den Anfang.

"Im Garten ist man Gott am nächsten", so lautet das Motto des Einweihungsfests und so begrüßt Pfarrer Ott nach dem Einzug mit Pfarrerin Sixt die zahlreichen Gäste aus Haus und Gemeinde. Das Motto passt, denn im Grünen und insbesondere im neu gestalteten Bibelgarten mit all seinen anregenden Motiven ist die Schöpfung Gottes mit allen Sinnen erlebbar. Der vom Posaunenchor und Christiane Hähnle am Piano und Hartmut Hirsch an der Gitarre musikalisch gestaltete Gottesdienst macht deutlich, wie die christliche Tradition das Leben im Spitalhof Münchingen prägt und wie verbunden Haus und Gemeinde sind.

Dass der Garten auch ein Ort der Besinnung und der Begegnung ist und hier künftig Gemeinschaft gelebt wird, lässt sich am Festtag trefflich erproben. Die nach biblischen Motiven gestalteten Installationen entlang des Rundwegs, einladende Ruheplätze sowie die Sinne anregende Bepflanzungen, Hochbeete, Naschsträucher und Insektenstationen unterstützen gemeinschaftliche Naturbeobachtung und den Austausch über Lebensfragen. Mitarbeitende und Bewohner*innen bringen sich im Gottesdienst ein - wie auch im Gesamtprojekt. Eindrücklich ist die aus vielen Strickquadraten von Bewohnerinnen zusammengesetzte Schlange im Paradiesbaum.

Frau O'Rourke gibt einen kurzen Rückblick zu dem mit Spenden wachsenden Garten. Sie dankt allen Beteiligten: den Landfrauen für Parkbank und Rosenbeet, den beteiligten Künstlern und Kunsthandwerkern aus der Region für Figureninstallationen und kunstvolle Beschriftungstafeln aus rostigem Cortenstahl, den Spendern für ihre wichtige Unterstützung u. a. für attraktive Sitzgelegenheiten, dem Förderkreis für seine finanziellen Hilfen für den Rundweg und das große Klangspiel sowie die aktive ehrenamtliche Unterstützung. Besonderer Dank gebührt den Kolleginnen Frau Rau Lehleuter und Frau Maurer für ihr unermüdliches Engagement in Planung und Umsetzung und den Bewohner*innen für ihre Beteiligung.

Die Stadt hat viele Pflanzen für den Garten und die Grillwurst zum Eröffnungsfest gespendet. So haben vieler Hände gegeben und gearbeitet und diesen Garten über mehr als ein Jahr wachsen und gedeihen lassen. Dass er auch in Zukunft gehegt wird, dafür bittet die Heimleiterin um weitere Unterstützung durch ehrenamtliche Gartenfreunde.

Dass der Garten großen Anklang findet bei Heimbewohner*innen, Angehörigen, Mitarbeitenden aber auch bei der Bevölkerung, da ist sich Festredner Bürgermeister Dr. Wolf sicher. Den Wert des Gartens sieht er einerseits darin, dass er älteren Menschen sinnliche Erfahrungen in der Natur ermöglicht und andererseits hauptamtliche Mitarbeitende und ehrenamtlich engagierte Menschen als Begegnungsort zusammenführt.

Von Trägerseite grüßt Vorstand Gerd Schweizerhof. Er sieht den Garten als weiteren Türöffner des Spitalhofs in bester Altenheimat-Tradition. Er dankt für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Der Vorsitzende des Förderkreises Dr. Koblinger ergreift die Gelegenheit, den Förderkreis-Mitgliedern für Beiträge und Spenden zu danken und neue Mitglieder zu werben. "Der große Aufwand hat sich gelohnt", so sein zufriedenes Resümee.

Das Festprogramm zeigt, was künftig alles möglich ist an diesem attraktiven Ort. Musiktherapeut Michael Bäßler trommelt mit Bewohner*innen. Auch das große Klangspiel kann künftig in der Musiktherapie zu neuen Klangerlebnissen beitragen. Gudrun Remane und Kollegin führen mit einer Blütenlese mit Gesang und Poesie von Station zu Station. Die Kinder erfreuen sich am Kinderschminken und alle Besucher*innen zudem an Kaffee, Getränken, leckerem Kuchen und Gegrilltem.