Gottesdienst als Dank und Mutmacher

Am 8. April 2021 feiert die Evangelische Altenheimat einen Mitarbeiter*innen-Gottesdienst in der Heilandskirche im Stuttgarter Osten. Die Teilnahme an der Feier mit Abstand und Maske ist sehr begrenzt. Der Gottesdienst wird vom Technikteam der Kirche aufgezeichnet und als Video dann in die Häuser übertragen.

Die Idee kommt aus dem Ethikbeirat der Evangelischen Altenheimat. Nach einem überaus anstrengenden Corona-Jahr mit ständig neuen Regelungen, Schließungen, Öffnungen, Quarantänezeiten, Pressemitteilungen etc. soll der Mitarbeitenden-Gottesdienst durchatmen lassen und allen Mitarbeitenden Dank und Respekt für ihr Engagement aussprechen. Auch Trost und Mut für das, was kommt, soll die Feier vermitteln.

Die Glocken der Kirche läuten, ein Bläserquintett unter Mitwirkung von Mitarbeitenden und Pfarrer Stephan Zilker, der den Gottesdienst hält, stimmt im Hof den Choral "Er ist erstanden" an. Vorstandsvorsitzende Gabriele Blume begrüßt die Anwesenden, Vorstand Gerd Schweizerhof moderiert die Beiträge. Das Coronamanagement-Team, Vertreter*innen der Häuser, Pfarrer Zilker sowie Heimleiterin Sandra Zeitler am Flügel gestalten den Gottesdienst.

Die Erinnerungsbeiträge der Häuser werden begleitet von einer Beamerpräsentation, die in der Kirche wegen der Sonne leider nicht gut sichtbar ist. Die Aufzeichnung dagegen wird mit den direkt eingespielten Bildern die kreativen Aktionen der Mitarbeitenden und der Menschen aus dem Ort für die zeitweise isolierten Bewohner*innen sicher besser nachvollziehen lassen: Gartentheater, Gartenkonzerte, Open-Air-Kunstprojekte- und Ausstellungen, Clownerie im Hof, rührende Schülerbriefe und Osterschmuck der Landfrauen am Pflegeheimeingang sowie ein über Nacht angebrachtes großes Transparent mit "Respekt und Dank an die Mitarbeitenden" gehören ebenso dazu wie das Gedenken und Andachten für die in der Corona-Zeit verstorbenen Bewohner*innen. KoMAV-Vorsitzender Helmut von Hochmeister berichtet von den Dankaktionen des Trägers an die Mitarbeitenden: Massagegutscheine und Vitamine sowie Lebkuchenherzen für die "Besten". Auch die Teilnahme des Teams aus Steinenbronn an der Jerusalema Challenge hat den Zusammenhalt gestärkt und mit Freude am gemeinsamen Tanz geholfen, in der Krise durchzuhalten.

Pfarrer Zilker macht in seiner Predigt mit einer Geschichte aus dem Johannesevangelium allen Mut, auch in hoffnungslosen Zeiten die Hoffnung nicht zu verlieren und auf Gott zu vertrauen. Die Fürbitten aus den Häusern formulieren Dankbarkeit und die Bitte um Kraft und Mut. Die Instrumentalstücke sorgen für sinnliche Momente. Nach jeder Erinnerung wird eine Kerze an der Osterkerze entzündet und aufgestellt. Zum Ausklang kommen die Bläser im Hof nochmals zusammen und spielen "Lobe den Herren, den mächtigen König...".