Junge Pflege wallfahrt nach Lourdes

Vier Bewohner/innen der Jungen Pflege im Luise-Schleppe-Haus unternehmen eine Wallfahrt nach Lourdes und kommen voller positiver Einrdrücke zurück nach Stammheim.

"Für mich ist die Wallfahrt nach Lourdes sehr wichtig, weil ich in meiner Seele befreit werde und mich mit meiner Behinderung positiv auseinandersetzen kann, die seit 53 Jahren besteht", so lautet das Fazit von Silvia Mezger, die gemeinsam mit drei weiteren Bewohnern der Jungen Pflege des Luise-Schleppe-Hauses in Stuttgart-Stammheim am ersten Maiwochenende eine Wallfahrt nach

Lourdes unternimmt.

Seit 30 Jahren ist die Lourdes-Wallfahrt ein festes Jahresereignis im Leben von Frau Mezger. Ihr Kommentar: "Ich komme jedes Mal sehr gestärkt zurück, und der Kontakt zu manchem Teilnehmer besteht über Jahre, was ich sehr schön finde".

Lourdes ist der meistbesuchte Marienwallfahrtsort der Welt. Über 5 Millionen Christen aus der ganzen Welt pilgern jedes Jahr dorthin, wo die Muttergottes 1858 dem jungen Mädchen Bernadette achtzehnmal erschienen sein soll. Der Kern der Wallfahrt ist die Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments und das Erleben einer starken Gemeinschaft mit anderen Pilgern - verbunden im Glauben. Die Heilige Messe, die abendliche Lichterprozession, das Baden im Wasser der Grotte, das Gebet an der Grotte für alle Anliegen – die Teilnehmer aus dem Stammheimer Pflegeheim beschreiben sie als spirituell ergreifendes unvergessliches Erlebnis.

Nach Ankunft auf dem Flughafen in Lourdes werden die Teilnehmer in eines der beiden Accueil begleitet, Häuser, die an den besonderen Bedürfnissen von kranken und behinderten Pilgern ausgerichtet sind und die fachgerechte Pflege und Betreuung ermöglichen.

Voller Dankbarkeit berichten die Teilnehmer über die liebevolle und aufs beste organisierte Betreuung durch den Malteser-Lourdes-Krankendienst. Seit über 50 Jahren ermöglicht er die Internationale Lourdes-Wallfahrt für kranke und behinderte Menschen. Jedem hilfsbedürftigen Pilger wird ein persönlicher Betreuer zur Seite gestellt, auch bereits während der Reise.

Frau Mezger ist sich sicher, diealljährliche Lourdes-Fahrt solange zu machen, wie sie die Fahrt gesundheitlich irgendwie bewältigen kann. Sie fügt hinzu: "Umso mehr habe ich mich diesmal  darüber gefreut, dass ich drei Mitbewohner auch dafür begeistern konnte."