Nachbar NIKO feiert Einweihung.

Es ist ein buntes, kreatives Fest in der Schlossscheuer und später im Garten, mit dem die Nikolauspflege am 7. Juli 2017 die Einweihung ihres „Haus am Schloss“ in Stammheim feiert. Bereits jetzt Nachbar und Kooperationspartner und demnächst auch Fundraising-Partner in einem spannenden gemeinsamen Gartenprojekt in Stammheim - Evangelische Altenheimat und Luise-Schleppe-Haus/Schloss freuen sich über die Zusammenarbeit mit der NIKO und dem Haus am Schloss.

Spaten und Gießkanne …

… und Kräutertöpfchen symbolisieren das gemeinsame Gartenprojekt

Das grüne Band wird durchschnitten...

... begleitet von Konfettiregen und Nebelmaschine

Tanz der Kita aus dem Generationenhaus mit Luise-Schleppe-Haus/Schloss

Mit einer spritzigen Oscarverleihung und einem roten Teppich dankt die Nikolauspflege allen externen Unterstützern und Mitstreitern sowie denjenigen aus den eigenen Reihen für ihren nimmermüden Einsatz, den Bau des neuen Wohnheims in Stammheim trotz jahrelanger Verzögerung vorangebracht zu haben. „Gut Ding will Weile haben.“ Projektleiterin Petra Mack bringt es in der Begrüßung der Gäste auf den Punkt und wünscht dem Haus jetzt, sich mit Leben zu füllen und sich weiter zu entwickeln. 

Seit November 2016 leben im Haus am Schloss 24 blinde, sehbehinderte und mehrfachbehinderte Erwachsene als neue Nachbarn der im Schloss der Evangelischen Altenheimat lebenden Menschen mit Demenz.  Wie zufrieden und glücklich die NIKO-Bewohner sich in ihrem neuen Zuhause fühlen und wie willkommen sich die NIKO in Stammheim durch Politik, Bürger, Nachbarn und Kooperationspartner fühlt, kommt an diesem Tag mehrfach zur Sprache. Die anschließende Hausführung lässt nachvollziehen, dass die Bewohner/innen gut angekommen sind und hier selbstbestimmt in der Gemeinschaft leben und individuelle Förderung erhalten.

Der von Stefanie Krug moderierte „Stammheimer Schlosstalk“ mit Architekt Neddermann, Frau Blankenberg (KVJS), Bezirksvorsteherin Susanne Korge, Heimleiter im Luise-Schleppe-Haus/Schloss Ronny Martin, Vorstandsvorsitzender Dieter Feser und Bewohner der Etage „Siebter Himmel“ Hans Schöffler bietet Raum für die individuelle Sicht auf das lange Bauprojekt und das gelungene Ende sowie einzelne lustige Geschichten:  z. B. die Rettung der Bezirksvorsteherin als freiwilliges Opfer beim Test-Feuerwehreinsatz.

„Ende gut - alles gut“ - und gleich geht’s weiter. Evangelische Altenheimat und Nikolauspflege planen ein gemeinsames spannendes Gartenprojekt, das langsam Fahrt aufnimmt. Der durch das Bauprojekt verkleinerte, brach liegende Schlossgarten soll endlich eine attraktive Gestaltung erhalten. Hier wird in den nächsten zwei Jahren ein grüner, alle Sinne ansprechender geschützter Begegnungsort für blinde, sehbehinderte und an Demenz erkrankte Menschen sowie zu bestimmten Anlässen auch für die Stammheimer Bürger entstehen. Ronny Martin lobt das gute Miteinander, die über die Bauzeit gewachsenen Kontakte und Kooperationen mit Nachbar NIKO. Z. B. wird das Haus am Schloss täglich mit Essen aus der Zentralküche der Evangelischen Altenheimat versorgt.

Der Garten wird den Austausch zwischen den Stammheimer Nachbarn intensivieren und auf die Bewohnerebene ausweiten. Wie das Haus am Schloss in seiner Ausgestaltung von Wohn- und Förderbereichen auf Unterstützung durch Förderungen, Spenden und Stiftungen hat bauen können, so hofft auch das gemeinsame Gartenprojekt auf Unterstützung und Engagement vieler Mitwirkender. Im Herbst geht das Fundraising-Projekt offiziell an den Start. Eine Auftaktveranstaltung ist bereits in Planung.

Ronny Martin überreicht Hausleiterin Simone Westhoff zur Einweihung einen grünen Spaten als Symbol des gemeinsamen Gartenbaus und eine Gießkanne zum Bewässern und Pflegen dessen, was hier demnächst wachsen wird. Vor dem Eingang in der Wigandstraße 20 warten Kräutertöpfchen und Plan des mit Spenden zu realisierenden Gartens auf die am Nachmittag eintreffenden Besucher des Tags der offenen Tür im Haus am Schloss.