Pflege am Kloster Denkendorf eröffnet mit symbolischer Schlüsselübergabe

Bedingt durch die im Landkreis Esslingen verschärften Corona-Einschränkungen kann die Eröffnung des neuen Pflegeheims am Klosterhof nicht wie üblich mit einer großen Feier begangen werden. Eine Schlüsselübergabe im kleinen Kreis findet am Freitag, 16. Oktober 2020, 11 Uhr als symbolischer Eröffnungsakt im Freien statt. Mit dabei sind die Bauträgerin, die Kloster Denkendorf Immobilien GmbH, und die Evangelische Altenheimat als Mieterin und Betreiberin des Pflegeheims. Gäste sind Vertreter/innen des Landkreises, der Gemeinde, der Landeskirche und der Kirchengemeinde sowie die Presse.

Frau Blume begrüßt die Gäste

Herr Bürgermeister Barth (li) übergibt das Präsent an Frau Herz und Herrn Oberdörfer

Schlüsselübergabe (vlnr: Carmen Herz, Peter Oberdörfer, Jürgen Weidner, Rainer Freyer)

Erste Bewohner sind eingezogen. Der Essenswagen rollt durch die Hausführung.

Nachdem das Quartett des Denkendorfer Posaunenchors aufgespielt hat, begrüßt Gabriele Blume, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Evangelische Altenheimat, die Gäste und blickt zufrieden auf die aktuelle Situation. Nach zwei Jahren turbulenter Bauzeit ist das Ergebnis erfreulich und passt sich stimmig ein in das historische Ensemble mit Klosterkirche und Nebengebäuden. Die Evangelische Altenheimat gGmbH, eine Tochtergesellschaft der Stiftung Evangelische Altenheimat, ist erst zur Halbzeit, nachdem der erste Träger abgesprungen ist, eingestiegen.

Das war nicht einfach, gibt Frau Blume zu, denn manche Vorgaben des Bauträgers passten nicht so recht zum eigenen Pflegeheimkonzept. Aber letztlich ist es gelungen, Planen, Bauen und erneut Planen erfolgreich und punktgenau zum heutigen Beginn des Mietvertrags zu Ende zu bringen. Die Resonanz der Gäste auf das neue Gebäude am Klosterhof ist insgesamt sehr positiv.

Das Angebot des Hauses, 15 Plätze der solitären Kurzzeitpflege und 30 Plätze der Langzeitpflege mit einem Schwerpunkt auf der behandlungspflegeintensiven Versorgung schwerstkranker Menschen, kommt in Denkendorf gut an. Insbesondere der Bedarf an planbaren Kurzzeitpflegeplätzen in der Gemeinde und den umliegenden Kliniken ist groß.

Bürgermeister Ralf Barth, der seinem Vorgänger Peter Jahn für seinen Einsatz für das Bauprojekt dankt, ist sich sicher: Die neue Einrichtung werde „zu guten Rahmenbedingungen einer gut funktionierenden Altenhilfe vor Ort beitragen“. Die letzte Denkendorfer Sozialraumanalyse habe als Ergebnis hervorgebracht: „Menschen möchten im Ort bleiben können in allen Phasen und Entwicklungen im Alter“. Er lädt das Team des Hauses herzlich ein, sich im lokalen Netzwerk der Seniorenarbeit aktiv einzubringen. Andererseits ermuntert er die Denkendorfer, sich hier im neuen Haus ehrenamtlich zu engagieren.

Heimleiterin Carmen Herz übernimmt hier gerne das Mikro und bestätigt die Einladung an „Denkendorf, hier ein und auszugehen“. Für das großformatige Geschenk, eine künstlerische Darstellung lokaler Sehenswürdigkeiten auf Leinwand, verspricht sie einen geeigneten Platz im Haus zu finden.

Rainer Freyer, Geschäftsführer der Kloster Denkendorf Immobilien GmbH, überreicht mit Bauleiter Jürgen Weidner den gebackenen Schlüssel an Carmen Herz und Peter Oberdörfer. Er wünscht dem Team einen guten Start und den Bewohnern eine stimmige Zeit im Haus an diesem besonderen Ort.

Der Standort auf dem historischen Klostergelände mit seiner besinnlichen, spirituellen Aura hat laut Geschäftsführer Peter Oberdörfer mitgespielt, dass sich die Evangelische Altenheimat neben der Kurzzeitpflege nicht für eine gängige Dauerpflegeeinrichtung, sondern eine Dauerpflege mit integrierter Pflege in der letzten Lebensphase entschieden hat.

Der kleine Festakt zur Eröffnung der Pflege am Kloster Denkendorf schließt mit einem weiteren Posaunenchoral, einem Umtrunk und Hausführungen in Kleingruppen. Ab nächster Woche öffnet sich das Haus für die Öffentlichkeit. Interessierte können sich zu Hausführungen in kleinen Gruppen anmelden und die neuen Räumlichkeiten besichtigen.