Ein weiterer Baustein für die Soziale Mitte Stammheims

Endlich kann es losgehen! Erwin Paulus, Geschäftsführer des Bauträgers Paulus Wohnbau GmbH, ist erleichtert, dass die Bebauung des Areals an der Kornwestheimer Straße am Donnerstag, 21. Juni mit dem Spatenstich nach vielen Verzögerungen startet. Als Redner/innen mit dabei: Bezirksvorsteherin Susanne Korge, Vorständin der Evangelischen Altenheimat Gabriele Blume und Thomas Nödinger, Architekt der Nikolauspflege.

Spatenstich vor historischer Schloss-Kulisse

v.l.n.r. Erwin Paulus, Architekt Till Frey, Gabriele Blume, Architekt Ernst Frey, Susanne Korge, Heimleiter Ronny Martin, Thomas Nödinger, Bauleiter Ralf Eckrich

Ein aufwändiges Baugenehmigungsverfahren, archäologische Funde und Grabungen haben zu den Verzögerungen der Bebauung des Areals in direkter Nachbarschaft zu Schloss, Schlossscheuer und geplantem Bürger- und Familienzentrum in Stammheim geführt. Bereits seit 2015 laufen die ersten Gespräche. Jetzt geht es mit Vollgas los, damit "wir in 20 Monaten hoffentlich Einzug feiern können", stimmt Herr Paulus die Anwesenden ein.

Die Bezirksvorsteherin schaut noch etwas weiter zurück. Bereits seit 2007/8 befasse sich der Stammheimer Bezirksbeirat mit einer Neubebauung des Areals. Damals ohne Erfolg. 2013 habe es einen erneuten Vorstoß gemeinsam mit der Evangelischen Altenheimat als Eigentümerin des Kachlerhauses gegeben, der zunächst am nicht möglichen Kauf des Nachbargebäudes scheiterte. So sollte es noch etwas dauern, bis schließlich auch der Nachbar verkaufsbereit war.

Die Zusammenarbeit mit den Beteiligten sei immer sehr gut gewesen, unterstreicht Frau Korge. Doch um die Bauauflagen der Ämter unter einen Hut zu bringen, brauchte es noch einige Runde Tische. Jetzt geht es also los, freut sich auch Frau Korge. Die hier entstehenden Gebäude mit der künftigen Adresse Korntaler Str. 1, 1a und 1b sind ein weiterer Baustein für die Soziale Mitte Stammheims.

Gabriele Blume, Vorständin des in Stammheim alteingesessenen Trägers von Luise-Schleppe-Haus und Schloss im Generationenhaus Stammheim, begrüßt die Kooperation mit der Nikolauspflege, die über die bereits laufende gute Zusammenarbeit in Stammheim in diesem Vorhaben vertieft werden kann.

Im ersten Obergeschoss entstehen betreute Seniorenwohnungen der Evangelischen Altenheimat, während die Nikolauspflege in den beiden oberen Geschossen betreute Wohngruppen für insgesamt 25 Auszubildende realisiert. Herr Nödinger bezeichnet den neuen Wohnstandort für junge blinde und sehbehinderte Menschen als Glücksgriff, so zentrumsnah, mit guter Verkehrsanbindung und nahen Einkaufsgelegenheiten er den künftigen Bewohnern weitmögliche Selbständigkeit eröffnet.

Neben den geplanten 1-2 Arztpraxen im Erdgeschoss entsteht ein Gemeinschaftsraum, der als Treffpunkt und Begegnungsort das soziale Miteinander im Haus fördern soll. Alt und Jung im Austausch - damit befindet sich das neue Bauprojekt in bester Nachbarschaft sowohl zum Generationenhaus Stammheim mit Luise-Schleppe-Haus, Schloss und Ev. Kindertagesstätte als auch zum laufenden Schlossgartenprojekt.

Hier gestalten Evangelische Altenheimat und Nikolauspflege gemeinsam einen für alte Menschen mit Demenz und jüngere blinde, seh- und mehrfachbehinderte Menschen attraktiven Sinnesgarten und Begegnungsort. Lebendige Nachbarschaft mit allen Synergien, die sie mitbringt, ist Thema der Sozialen Mitte, die das "Dreamteam" (so Frau Korge) Evangelische Altenheimat und Nikolauspflege aktiv mitgestalten.